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Formicarium auf dem Wasser 
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Registriert: 20.03.2011, 12:06
Beiträge: 300
Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
das wird dann zu einem ca. ein 25ltr-Aquarium, da wollte ich 2-3 Aphyosemion reinsetzen. Wie viele Höhlen brauchen die eigentlich?
Erst die Frage beantworten und absenden, dann den Spoiler öffnen
Spoiler: anzeigen
http://www.deters-ing.de/Fische/Kleinaquarien.htm

Und ausserdem, http://www.fischreisen.de/ wenn du über die natürlichen Begebenheiten bescheid wüsstest, dann würdest du sehen, dass das Licht völlig ausreichend ist. Nur Pflanzen und Algen brauchen besonders viel Licht.


21.04.2012, 21:28
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Registriert: 20.04.2012, 23:29
Beiträge: 9
Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Hm, mist. Hatte eine furchtbar ausführliche Antwort geschrieben und dabei ausgeloggt worden, jetzt ist alles weg. Ist vielleicht auch gar nicht schlecht so.
Die Kurzform:
Ich habe kein tiefergehendes Wissen über Killifische, tut mir leid. Ich weiß nur, dass sie krautige Aquarien mögen und etwas torfiges Wasser bevorzugen (auch wegen der Schlammigkeit, weil sie etwas Lichtscheu sind).
Dennoch, mit der Konstruktion wie du sie geplant hast verstößt du gegen geltendes Recht, egal welche Fürsprecher du aufgetan hast, die die Sinnhaftigkeit dieser Gesetze zusammen mit dir anzweifeln. Da könnt ihr gerne zweifeln ob das alles so sinnvoll ist, den Text kannst du hier nachlesen: http://www.bmelv.de/cln_172/SharedDocs/ ... ische.html
Wenn du diese Konstruktion unbedingt umsetzen willst, dann nimm doch einfach ein Standart 80er Becken. Wenn das Formicarium nicht wesentlich größer wird als es jetzt geplant ist, dann wird das Volumen des Aquariums mehr 54l betragen, die Einschränkung der Wasseroberfläche ist nicht mehr so unverhältnismäßig (das kann sehr hilfreich sein, wenn das Aquarium an einem Ort steht, wo es im Sommer überhitzen könnte) und du hättest außerdem noch ordentlich Platz zum Ausgestalten des Aquariums.
Ich sage nicht, dass es unmöglich ist kleine Aquarien stabil laufen zu lassen, aber je größer das Volumen, umso leichter ist es ein Kippen des Wassers zu vermeiden. Ich bestreite auch nicht, dass kleine Becken Vorteile haben, insbesondere bei der gezielten und selektiven Zucht. Da du das aber nicht vorzuhaben scheinst, ist der einzige Vorteil für dich, dass ein kleineres Aquarium weniger Platz braucht als ein großes.

Und zuletzt meine Frage an dich: Was versprichst du dir von der Kombination der beiden Gehege? Eine coole Kombo? Den Beweis, dass man es kombinieren kann? Oder irgendeinen synergetischen oder symbiotischen oder sonstwie gearteten Effekt? Diese Fragen sollen nicht wertend oder vorwurfsvoll gemeint sein. Ich bin wirklich nur interessiert, was dahinter steckt. Denn wenn es irgendwelche Vorteile bringt, dann sollte man es umsetzen. Wenn es die ganze Angelegenheit nur komplizierter macht, dann würde ich die Finger davon lassen.

Schlusswort nach dem Schlusswort: Deine Frage war nichts weiter als eine ziemlich plumpe Provokation (die du dir nichtmal selber ausgedacht hast, wie ich feststellen musste). Aber was ganz anderes. Nur weil jemand sich mit den Spezifika zur Haltung bestimmter Fische nicht auskennt, heißt das nicht, dass er von Aquaristik keine Ahnung hat. 25l sind per Gesetz für die Dauerhafte Haltung zu wenig, und da ist es egal ob du Aphyosemion, Heterandria oder Neoheterandria (werden gerne als "Nanotauglich" eingestuft; und ja, klugscheißen kann ich auch ;) ) einsetzt. Du gehst ja auch nicht zum Automechaniker, fragst ihn zu den technischen Daten eines Toyota Corolla E20 von 1972 und ob du ihn auch mit Pferdeurin antreiben könntest und tust dann so, als ob der Mechaniker keine Ahnung hätte, nur weil er dich auslacht/verständnislos anglotzt/ kopfschüttelnd weggeht. (Der Vergleich mag hinken, aber zumindest hab ich ihn nirgendwo abgeschrieben :P )


21.04.2012, 23:53
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Registriert: 20.03.2011, 12:06
Beiträge: 300
Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Zitat:
Die in der Tabelle gemachten Angaben zur Kantenlänge sind Richtwerte, unter denen die jeweiligen Arten dauerhaft gehalten werden können. Diese Maße dürfen nicht wesentlich unterschritten werden. Zur Zucht bzw. zur Zuchtvorbereitung, für Ausstellungen und Wettbewerbe, sowie für die Pflege besonders kleiner Arten sind abweichende Behältergrößen zulässig.

Das kommt davon, wenn man nicht alles liest. Wie steht es denn mit Einzelgängerischen 1cm großen Fischen? Diese wären in einem 60er Becken total aufgeschmissen.
Einmal, müsste ich das 80er Becken erstmal kaufen und andererseits, verbraucht ein 80cm becken mehr Platz als ein 60cm Becken.

Bestimmte Arten benötigen einfach eine hohe Luftfeuchtigkeit, welche über dem Wasser bereits gegeben ist. Aber bevor man es mit Exoten probiert, muss man es ersteinmal an robusten einheimischen Arten ausprobieren.

Und, wie steht es denn zum Beispiel mit Garnelen? Diese zählen Gesetzlich zu den Fischnährtieren und damit zu den Fischen. Und diese wären in großen Becken auch nicht zufrieden.

Deinen Vergleich hab ich jetzt nicht verstanden.

Ergebniss: Es ist besser gewisse Fischarten in kleinen Becken zu halten als in größeren. Und, selbst das Gesetz stimmt mir hierdrin zu, wie ich oben angegeben habe.


22.04.2012, 08:48
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Registriert: 20.04.2012, 23:29
Beiträge: 9
Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Wieso sollten einzelgängerische 1cm große Fische (hast du dafür ein Beispiel?) in einem 60er Becken total aufgeschmissen sein? Weil sie sich verlaufen/verschwimmen könnten? Gut, das Becken wirkt dann ein wenig leer, aber davon hat der Fisch ja keinen Nachteil. Außerdem kann man die meisten einzelgängerischen Fische mit anderen Arten vergesellschaften, wenn auch bei 1cm großen Arten nur mit kleinen oder harmlosen Gesellschaftern. Als Beispiel hierfür kann der Siamesische Kampffisch dienen (Betta splendens). Diese Tiere sollte man nicht mit anderen Kampffischen zusammenhalten, man kann sie jedoch mit anderen Fischarten vergesellschaften. Wenn du eine Art kennst, die so einzelgängerisch ist, dass man sie nur alleine halten kann und die unter einem großen Becken leidet, dann nenne sie mir bitte, ich lerne gerne dazu, vor allem Kuriosa.
Gut, ich räume ein, dass man für die Pflege besonders kleine Arten auf ein kleineres Becken zurückgreifen darf. Das bedeutet aber nicht, dass ich es für Sinnvoll halte oder gutheiße. Allerdings würde ich die von dir genannten Arten nicht alle unbedingt zu den besonders kleinen Arten zählen. Die von dir angesprochenen Killifische sind mit 5-6cm schon recht groß, die Mollys sind mit 6cm (M) bzw. 10cm (W) noch größer und auch die Weibchen der Platys würde ich mit 6cm nicht mehr zu den besonders kleinen Fischen rechnen. Platymännchen sind mit ca. 3cm schon recht kurz. Auch Guppys (beide Arten) können, je nach Zuchtform, sehr klein ausfallen. Allerdings würde ich für Guppys trotzdem mindestens ein 60er Becken veranschlagen, weil der Bewegungsdrang dieser Tiere doch sehr hoch ist. Eine besonders kleine Fischart mit geringem Bewegungsdrang wäre Heterandria formosa (M:2cm, W:4cm), von denen ich schon häufiger gehört habe, dass sie in kleinen Becken gehalten werden.
Und nein, Fischnährtiere zählen nicht unbedingt zu den Fischen. In einigen Bundsländern werden sie Fischereirechtlich evtl. so eingestuft, um die Entnahme von Fischnährtieren aus Gewässern zu unterbinden (ja, in einigen Bundesländern ist "tümpeln" Fischwilderei). Aber das ist Fischereirecht. Garnelen sind Wirbellose und keine Fische, da macht das Gesetz auch bei der Haltung im Aquarium einen Unterschied. Außerdem fühlen sich Garnelen durchaus auch in einem größeren Becken wohl. Ich halte welche bei meinen Endler Guppys in einem 60er und die vertragen sich alle recht prächtig.
Ergebnis: Wenn du wie Vorteile der erhöhten Luftfeuchtigkeit für dein Formicarium ausnutzen möchtest, dann nimm ein größeres Becken oder verzichte auf die Fische (reine Pflanzenaquarien können auch sehr ansprechend sein).


22.04.2012, 09:51
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Registriert: 20.03.2011, 12:06
Beiträge: 300
Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Hab ich eigentlich irgendwo einen Besatzungsvorschlag für das Wasser gemacht?

Unter Fische verstehe ich alle Lebewesen, welche laut der Brandenburger Fischereiordnung Fische sind. Ich könnte ja genausogut auch Wasserasseln züchten.

Tümpeln ist keine Fischwilderei, sofern man zu Fischerei befugt ist.

Ich werde dann auch noch schauen, welche Arten ich da jetzt nun reinsetze.

MFG DJM


22.04.2012, 12:46
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Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Nimm dir Garnelen für dein Aquarium, wenn es zu viele werden kannst du sie bestimmt auch verfüttern ;)

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22.04.2012, 14:09
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Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Ich kenne mich zwar sicher nicht so gut mit Fischen aus wie Noahspoon; aber so weit ich weiß ist alles was er gesagt hat korrekt. Ich finde die Idee zwar an sich ganz lustig mit den Ameisen, die unter Wasser zusammen mit Fischen ihre Bahnen laufen, aber nicht in einem so kleinen Becken. Du solltest dir genau überlegen, was du baust und wie du es baust, ob es dann dicht ist und funktioniert etc. bevor du dir groß Gedanken darüber machst, ob du nun Garnelen oder Springschwänze im Becken halten willst (du solltest sowieso eine Weile warten, bevor du großartig Arten ins Wasser setzt, damit sich die Pflanzen erstmal entwickeln können und du sehen kannst, was noch so alles unbewusst mitgeliefert wurde.

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Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
DJM hat geschrieben:
ja, ich hatte auch an ein Ytong-Nest gedacht.
Ich hab vor, mir hauptsächlich Lebendgebärende zu halten.
Also Guppys Platys und Black Mollys.
Vielleicht noch ein paar Elritzen.
Die Lebendgebärenden leben meistens im Urwald oder in Dreckkanälen, wo nicht wirklich viel Licht durchkommt.
Da sind eher die Elritzen gefährdet, aber im Wasser ist es doch selten wirklich hell.
MFG DJM


Ja hattest du.
Die Sache mit den Killifischen habe ich dreisterweise auch da eingeordnet.


22.04.2012, 17:21
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Registriert: 20.03.2011, 12:06
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Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
das ist der Konjungtiv, soweit meine geringen Deutschkentnisse das Beurteilen können.

Und Konjungtiv=Möglich, nicht sicher.

Wobei man Guppys auch durchaus im 40er Becken halten kann. Elritzen im 80er und Platys im 60er.

Und, bei jungen Fischen geht alles. Und wenn da nur so ein paar Zuchtpaare drinsitzen und der Rest verfüttert wird ist es auch in Ordnung denk ich, man muss immer sehen, wie groß der Schwarm ist.

MFG DJM


23.04.2012, 05:17
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Beiträge: 9
Beitrag Re: Formicarium auf dem Wasser
Meinen Grammatikkenntnissen zufolge ist es kein Konjunktiv. Aber das ist irrelevant, weil du eine Absichtserklärung abgegeben hast, etwas in der Zukunft zu tun, was immer beinhaltet, dass die tatsächliche Umsetzung nicht sicher ist. Der Konjunktiv zu "Ich habe vor" ist übrigens "Ich hätte vor", wenn mich nicht alles täuscht.
Und nein, Guppys kann man eben nicht in einem 40er Becken halten, weil das von mir angesprochene Gesetz einen tabellarischen Anhang enthält, in dem die Mindestbeckengrößen für alle gängigen Zierfischarten verbindlich geregelt sind. Diesen Anhang findest du hier: http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standard ... 0.2_cid245
In diesem Anhang ist die Mindestbeckengröße für Guppys als 60er angegeben, und das ist für die dauerhafte Haltung von Guppys. Und das Gesetz macht im Grunde keinen Unterschied ob da "ein paar Zuchtpaare drinsitzen" oder ein ausgewachsener Schwarm. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass keine verbindlichen Aussagen zur Besatzdichte gemacht werden.
Wenn du das ganze als ein Aufzuchtbecken nutzen möchtest, dann sieht die ganze sache schon wieder anders aus, da es sich hierbei um eine vorübergehende (Achtung: bedeutet nicht, dass das Leben der Fische vorübergeht und man sie dann aus dem Becken entfernt! ;) ) und nicht eine dauerhafte Haltung handeln würde. Allerdings musst du die Jungtiere ab einem gewissen Zeitpunkt in ein anderes, angemessen großes Becken umsiedeln. Dieser Zeitpunkt ist auch und vor allem abhängig von der Größe. Was aber nicht stimmt, das ist, dass bei Jungtieren alles geht. Das Aufzuchtbecken soll der Größe und der Menge der Jungtiere angemessen sein.
Grüße und so...


23.04.2012, 08:45
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